Für alle Dachtypen

Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren auf Dächern.

Für alle Dachtypen von Privathäusern und Gewerbebauten. In Siedlungsräumen geben begrünte Dachflächen der Natur eine neue Chance. Wilde Pflanzen- und Tierarten können sich ungestört auf diesen Ersatzlebensräumen ansiedeln. Die Rückgewinnung und Vernetzung von Dachflächen als Lebensraum für Flora und Fauna stellt eine ökologische Qualität und einen Ausgleichsbeitrag bei Bauvorhaben dar. Dachbegrünungen sind kleinflächige Lebensrauminseln für Tiere und Pflanzen. Über Samenflug, Vögel und Insekten stehen diese sogenannten Biotope im Austausch mit bodengebundenen Lebensräumen im Stadtgebiet und erhöhen die Vernetzung.

Vorteile von Dachbegrünungen

Lebensräume für Tiere und Pflanzen-

Ausgleichsflächen können geschaffen werden

Regenwasserspeicherung/-Abflussverzögerung

Mikroklimatischer Ausgleich: Temperaturextreme, Strahlungsbilanz, Verdunstung

Filterwirkung Erhöhter Schallschutz

Staubbindung

Verbessertes Innenraumklima

Schutz der Dachhaut

Qualität des Wohn- und Arbeitsumfeldes: nutzbare Freiflächen

Stadtbild: Optische Aufwertung einsehbarer Flächen

Langfristige Kosteneinsparungen (Sanierung, Energiekosten, Abwassergebühren)

Einflussfaktoren auf die ökologische Qualität der Dächer

Die ökologische Qualität der Dachbegrünung ist von verschiedenen Einflussfaktoren abhängig, die bei der Anlegung der Begrünung zu beachten sind. Die wichtigsten Kriterien für eine ökologisch wertvolle Dachbegrünung sind:

Substratdicke:

Die aufgetragene Substratschicht sollte mindestens 10 cm dick sein. Experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, dass die Artenvielfalt bei einer Schichtdicke unter 10 cm stark reduziert wird, da die Wasserspeicherfähigkeit für die meisten Arten zu klein ist.

Relief:

Die ökologische Qualität einer Dachbegrünung kann auf einfache Weise dadurch erhöht werden, dass das Substrat nicht ausgeebnet wird

Wahl des Substrats:

Empfohlen werden natürliche Böden aus der jeweiligen Region oder Recycling-Erden.

Wahl der Samenmischung:

Die Verwendung von Saatgut aus einheimischen Wildpflanzen aus der Umgebung ist ökologisch am sinnvollsten

Aussaat-Zeitpunkt:

Der Erfolg der Begrünung hängt zusammen mit dem Zeitpunkt der Aussaat. Inbesondere sind die heissen Monate (Juni-August) und die kalten (November-Februar) zu meiden. Günstig sind Ansaaten im Frühjahr und Herbst.

Das auf dem Dach geförderte Artenspektrum hängt von der Einrichtung der Begrünung (Gestaltung, Materialisierung, Strukturvielfalt) ab sowie von der naturräumlichen Lage (Umfeld) und der Größe der Dachbegrünung.